Der Käufer hat mehr bezahlt, als ich verlangt habe: wo ist der Rest?
Der Rest wurde dir nicht abgezogen. In deinen Vinted-Geldbeutel geht der Preis, den du im Angebot eingetragen hast, und das Hilfe-Center sagt dazu einen klaren Satz: „Auf das Hochladen und Verkaufen von Artikeln auf Vinted wird keine Gebühr erhoben.“ Die höhere Summe, die der Käufer beim Bezahlen sieht, ist seine Rechnung und nicht deine.
Die zweite Zahl im Angebot ist der Käuferschutz. Die Preisliste von Vinted (Datum der letzten Aktualisierung: 08-09-2025) führt ihn unter den Gebühren, die der Käufer trägt, und beschreibt dort auch, wovon seine Höhe abhängt. Eine neuere Hilfeseite nennt dieselbe Position anders: „Die Vinted-Gebühr ist eine obligatorische Plattformgebühr, die beim Checkout bezahlt wird, wenn du eine Bestellung über Vinted aufgibst.“ Wenn du also einmal Käuferschutz-Gebühr und ein andermal Vinted-Gebühr liest, geht es um denselben Posten. Kostenlos ist dieser Posten damit für niemanden, er steht nur auf der anderen Seite der Rechnung.
In der Summe, die der Käufer am Ende bezahlt, steckt außerdem der Versand, den er selbst auswählt. Warum derselbe Artikel zwei Käufern unterschiedlich viel Versand kostet, steht ausführlich unter Vinted Versandkosten.
Auf deiner Seite der Rechnung nennt die Preisliste in ihrem Abschnitt zu den von Verkäufern zu zahlenden Gebühren genau zwei Posten, und beide buchst du selbst: das Pushen eines einzelnen Angebots und die Vitrine. Mehr Posten führt die Preisliste dort nicht auf. Eine Gebühr für Auszahlungen taucht in den durchgesehenen Seiten von vinted.de nirgends auf, weder in der Preisliste noch auf den Hilfeseiten zum Auszahlen von Einnahmen, zu fehlgeschlagenen Auszahlungen oder zu den Zahlungsanbietern. Das ist ein Schweigen und keine Zusage, also lies im Zweifel die Preisliste selbst nach. Welche Gebühren an einem Verkauf hängen und wer sie jeweils trägt, steht unter Vinted Gebühren für Verkäufer.
Wie lange dauert es, bis das Geld im Geldbeutel und dann auf dem Bankkonto ist?
Das Wort Auszahlung meint auf Vinted zwei verschiedene Wege, und wer sie zusammenwirft, wartet an der falschen Stelle. Der eine Weg führt vom Kauf in deinen Vinted-Geldbeutel, der andere vom Geldbeutel auf dein Bankkonto. Nur der zweite heißt in den Hilfeseiten so: „Bei einer Auszahlung handelt es sich um eine Überweisung von Guthaben aus deinem Vinted-Geldbeutel auf dein Bankkonto.“
Vorweg eine Bedingung, an der viele hängen bleiben. Ohne aktivierten Vinted-Geldbeutel läuft nichts, und aufladen lässt er sich nicht: „Dort werden nur die Einnahmen aus verkauften Artikeln gespeichert.“ Wann er spätestens eingerichtet sein muss, beschreiben die AGB und das Hilfe-Center unterschiedlich. Die AGB geben dir nach dem ersten Verkauf fünf Kalendertage, eine Hilfeseite schreibt an derselben Stelle fünf Werktage. Beide enden bei derselben Konsequenz: Die Bestellung wird storniert.
Der erste Weg hat drei Stationen. Zahlt der Käufer, steht das Geld im Geldbeutel als „ausstehender Betrag“, und dazu ist das Hilfe-Center deutlich: „Du kannst dieses Geld noch nicht verwenden.“ Nach der Zustellung hat der Käufer zwei Tage Zeit, um auf „Alles in Ordnung“ zu tippen oder ein Problem zu melden. Tut er weder das eine noch das andere, wird die Bestellung nach diesen zwei Tagen von selbst abgeschlossen. Dann folgt die Station, die am häufigsten übersehen wird: Nach dem Abschluss erhältst du deine Einnahmen innerhalb von zwei weiteren Tagen, und erst dann wandert das Geld aus dem „ausstehenden Betrag“ in das „verfügbare Guthaben“.
Diese Unterscheidung ist der Grund, warum ein Geldbeutel voll aussehen kann und die Auszahlung trotzdem nicht startet: „Du kannst nur verfügbares Guthaben aus abgeschlossenen Verkäufen auszahlen lassen.“ Wenn das Geld also da zu sein scheint und trotzdem nicht geht, sieh zuerst nach, in welcher der beiden Zeilen es steht.
Der zweite Weg beginnt im Geldbeutel selbst: „Tippe auf die Option Auf das Bankkonto auszahlen.“ Danach dauert es nach Angabe des Hilfe-Centers bis zu fünf Werktage, bis die Gutschrift auf dem Bankkonto steht, Wochenenden und Feiertage nicht mitgerechnet. Für die erste Auszahlung brauchst du drei Angaben: den vollständigen Namen des Kontoinhabers, die Kontonummer ohne Leerzeichen und die Rechnungsadresse. Der Name ist dabei keine Formsache: „Der Name des Bankkontoinhabers muss exakt mit der verifizierten Identität deines Vinted-Geldbeutels übereinstimmen.“
Drei Grenzen nennt die Hilfeseite zum Auszahlen von Einnahmen. Auszahlen kannst du nur in Euro und nur auf Konten, die von Banken oder anderen Finanzinstituten in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum geführt werden. Für mehrere Vinted-Accounts darf nicht dasselbe Bankkonto hinterlegt sein. Sind die Bankdaten identisch, können die Auszahlungen nicht durchgeführt werden. Und es gibt einen Mindestbetrag, unterhalb dessen eine Auszahlung fehlschlägt, seine Höhe nennt dieselbe Seite. Für Vinted Pay als Anbieter ist die Währungsregel etwas anders formuliert, dort muss die Währung des Zielkontos zur Währung deines Geldbeutels passen.
Die Auszahlung schlägt fehl: woran kann das liegen?
Zuerst die Entwarnung, die das Hilfe-Center selbst gibt: „Beim Fehlschlagen einer Auszahlung verbleibt das Geld in deinem Vinted-Geldbeutel.“ Die Gründe, die Vinted dort aufzählt, liegen fast alle bei den Kontodaten oder bei einer offenen Prüfung, und beides kannst du nachsehen, bevor du dich an den Support wendest.
Was die Hilfeseite als Gründe nennt
- Der Betrag liegt unter dem Mindestbetrag für eine Auszahlung.
- Das Bankkonto passt nicht zu den Angaben in deinem Vinted-Geldbeutel.
- Das Bankkonto ist bereits mit einem anderen Profil verknüpft.
- Die Bankdaten stehen im falschen Format da, etwa mit Leerzeichen oder mit falschen Zeichen.
- Das Bankkonto erfüllt die örtlichen Anforderungen nicht, in der EU und im EWR also etwa die SEPA-Vorgaben (einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum).
- Das Bankkonto wurde vom Zahlungsanbieter gesperrt.
Für einen dieser Fälle gibt es eine eigene Regel, die viel Zeit spart: „Wenn du keine Auszahlung vornehmen kannst, weil dein Name nicht übereinstimmt, musst du uns kontaktieren, um den Namen deines Vinted-Geldbeutels zu aktualisieren.“ Sie gilt laut derselben Seite, wenn dein Zahlungsanbieter Vinted Pay ist. Den Vor- und Nachnamen sowie das Geburtsdatum im Geldbeutel kannst du ohnehin nicht selbst ändern: „Diese Angaben kannst du nicht selbst bearbeiten.“ Der Weg führt also über den Support und nicht über die Einstellungen.
Bevor eine Auszahlung überhaupt startet, kann eine Prüfung dazwischenkommen, für die es auf vinted.de keinen Eigennamen gibt. Beschrieben ist sie so: „Um Betrug zu verhindern, können die Anbieter des Vinted-Geldbeutels prüfen, ob das von dir hinzugefügte Bankkonto mit den Angaben übereinstimmt, die du in deinem Vinted-Geldbeutel angegeben hast.“ Ob die Angaben zusammenpassen, siehst du beim Hinzufügen des Kontos oder beim Start der Auszahlung.
Wenn eine Identitätsprüfung dazwischenkommt
Ein zweiter Grund hat mit deinen Daten nichts zu tun, sondern mit Auflagen, denen der Zahlungsanbieter unterliegt. Verlangt er eine Identitätsprüfung, dann gilt laut der Hilfeseite zum Auszahlen von Einnahmen: „In diesem Fall werden deine aktuellen und künftigen Auszahlungen unterbrochen bzw. ausgesetzt, bis du die erforderliche Verifizierung abgeschlossen hast.“ Vinted Pay kann laut der Hilfeseite zum Vinted-Geldbeutel dafür Fotos von Reisepass, Personalausweis oder Aufenthaltserlaubnis sowie ein Selfie anfordern. Ausgelöst werden kann so eine Prüfung unter anderem beim Aktivieren des Geldbeutels, bei ungewöhnlichen Aktivitäten oder beim Erreichen bestimmter Schwellenwerte. Eine Obergrenze für Auszahlungen ist das nicht, und eine solche Zahl nennt keine der durchgesehenen Seiten.
Drei Dinge noch für den Fall, dass die Überweisung schon unterwegs ist. Alle drei stehen auf der Hilfeseite zu fehlgeschlagenen Auszahlungen. Erstens: „Eine Auszahlung, die bereits veranlasst wurde, kann nicht abgebrochen werden.“ Zweitens: Ging das Geld auf ein geschlossenes oder nicht existierendes Bankkonto, wird es innerhalb von vierzehn Kalendertagen in den Geldbeutel zurückgebucht. Drittens: Ging es auf ein Konto, das dir nicht gehört, kann es innerhalb von fünfzehn Werktagen wieder gutgeschrieben werden. Wie lange eine Klärung durch den Support dauert, nennt dagegen keine der durchgesehenen Hilfeseiten, weder die zum Auszahlen von Einnahmen noch die zu fehlgeschlagenen Auszahlungen oder die zu den Zahlungsanbietern.
Mein Geldbeutel ist gesperrt: was wird aus dem Guthaben?
Gesperrt heißt nicht automatisch weg. Die AGB und das Hilfe-Center beschreiben zwei Dinge nebeneinander: Ein gesperrter Account kann ausstehende Transaktionen und Auszahlungen abschließen, und nur in den dort aufgezählten Fällen kann die Auszahlung eingeschränkt werden. Das Hilfe-Center benennt diese Fälle so: „Manchmal sind Auszahlungen nicht möglich, wenn sie ein Risiko für ein anderes Mitglied darstellen, einen kompromittierten Account betreffen oder wenn die Account-Sperrung auf ein Betrugsrisiko zurückzuführen ist (festgelegt von unserem Zahlungsanbieter).“
Sperrung des Accounts
Die AGB in der ab dem 05.10.2026 gültigen Fassung sagen dasselbe und zählen die Ausnahmen genauer auf. Der Grundsatz dort lautet: „du kannst ausstehende Transaktionen und Auszahlungen abschließen“, und erst wenn die Sperrung auf Bedenken des Anbieters des Vinted-Geldbeutels, auf einen übernommenen Account oder auf den Schutz der Rechte aller Beteiligten zurückgeht, können ausstehende Transaktionen storniert und die Möglichkeit zur Auszahlung eingeschränkt werden. Die AGB schreiben „kann“ und nicht „wird“. Es ist eine Möglichkeit und kein Automatismus. Eine zeitlich befristete Sperrung endet laut Hilfe-Center von selbst, je nach Grund nach sieben bis dreißig Tagen.
Eine Lücke bleibt offen, und in der Praxis ist sie oft die eigentliche Frage. Das Verkaufen zu kommerziellen Zwecken zählt das Hilfe-Center unter den Gründen für eine befristete Sperrung auf. In der Aufzählung der Fälle, in denen eine Auszahlung eingeschränkt werden kann, kommt es dagegen nicht vor. Keine der durchgesehenen Seiten verbindet beide Stellen ausdrücklich miteinander, also weder die zum gesperrten Account noch die zu ausgeblendeten Angeboten, zum Vinted-Geldbeutel, zum Auszahlen von Einnahmen, zum kommerziellen Verkauf oder die AGB selbst. Die nächstliegende Quelle bleibt der oben zitierte Grundsatz.
Beim Widerspruch entscheidet ein formaler Punkt über alles Weitere: „Den Link, über den du deinen Widerspruch einlegen kannst, findest du in unserer offiziellen Moderationsentscheidung.“ Diese Entscheidung erreicht dich laut derselben Seite über die Vinted-Inbox oder per E-Mail. Ohne sie fehlt der Zugang zum Verfahren, deshalb lohnt es, die Nachricht ganz zu lesen, bevor du antwortest.
Ein nicht abgeschicktes DAC7-Formular
Der zweite Mechanismus, der an das Guthaben geht, hat mit Moderation nichts zu tun. DAC7 ist eine Meldepflicht der Plattformen, und Vinted stellt auf seiner Seite dazu zuerst klar: „DAC7 ist keine Steuer und hat keine Auswirkungen auf Steuergesetze.“ Ein nicht fristgerecht abgeschicktes Formular trifft trotzdem direkt dein Geld: „Du kannst dein Guthaben weder auszahlen lassen noch zum Bezahlen verwenden.“ Dazu kommt, dass du nach der Sperre des Geldbeutels nur noch einen einzigen Verkauf abschließen kannst, bevor die Verkaufsfunktion abgeschaltet wird. Einkaufen bleibt möglich, wenn du mit einer anderen Zahlungsart als dem Guthaben zahlst. Dauerhaft ist diese Sperre nicht, der Zugang kommt mit dem nachgereichten Formular zurück. Ab welchen Schwellen das Formular fällig wird, nennt Vinted auf einer eigenen Hilfeseite zu DAC7, und dort steht auch, dass daraus nicht automatisch eine Steuerpflicht folgt. Was für dich gilt, klärst du mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung, nicht mit dieser Seite.
Denselben Effekt beschreiben die AGB für eine nicht bestandene Identitätsprüfung. Der Vinted-Geldbeutel kann dann gesperrt werden, und in der Folge sind möglicherweise weder Einkäufe mit dem Guthaben noch eine Auszahlung möglich. Dieselben Beschränkungen können laut AGB auch greifen, wenn der Anbieter des Geldbeutels einen Verdacht auf betrügerische, verdächtige oder illegale Aktivitäten hat.
Wenn eine Bestellung im Streit steht
Solange eine Bestellung nicht abgeschlossen ist, steht das Geld als „ausstehender Betrag“ im Geldbeutel und lässt sich nicht auszahlen. Meldet der Käufer ein Problem, bleibt es dort, bis der Fall geklärt ist. Wie lange das dauern kann und wie das Guthaben währenddessen behandelt wird, beschreibt keine der durchgesehenen Hilfeseiten im Detail. Was der Käuferschutz überhaupt abdeckt und wer ihn bezahlt, steht unter Vinted Gebühren für Verkäufer. Guthaben, das einfach lange liegen bleibt, ist übrigens ein anderes Thema als ein gesperrtes, und auch dazu steht dort ein eigener Abschnitt.
Was ändert sich mit den neuen AGB?
Über den AGB von vinted.de steht seit Kurzem eine Ankündigung: „Neue Version gültig ab dem 05.10.2026“. Für Auszahlungen ist daran ein Punkt wichtig. Die neue Fassung zählt auf, wer den Vinted-Geldbeutel bereitstellen kann, und dort steht Vinted Pay UAB neben Mangopay SA und ADYEN N.V.
Neu ist der Name nicht. Die Hilfeseite zu den Zahlungsanbietern auf Vinted schreibt bereits in der Gegenwart: „Unsere Zahlungsdienstleister sind Mangopay SA und Vinted Pay UAB.“ Die AGB beschreiben Vinted Pay UAB als „ein lizenziertes E-Geld-Institut in Litauen, das von der Bank von Litauen reguliert wird“. Vinted selbst hält sich heraus: „Das bedeutet auch, dass wir nicht an der Verwaltung deines Geldes beteiligt sind.“ Wer dein Geld führt, ist damit eine Frage an den Anbieter und nicht an die Plattform.
Was passiert, wenn Vinted den Anbieter für ein Land wechselt, regeln die AGB in der ab dem 05.10.2026 gültigen Fassung allgemein und nicht als Ankündigung für einen bestimmten Termin. Innerhalb der Vinted-Gruppe wird vorab informiert, in anderen Fällen gilt: „werden wir dich im Voraus informieren und dich bitten, den Bedingungen deines neuen Zahlungsanbieters zuzustimmen“. Wer den Wechsel nicht innerhalb der gesetzten Frist abschließt, kann bestimmte Funktionen möglicherweise nicht mehr nutzen, und die AGB nennen Auszahlungen dabei ausdrücklich. Wer die neuen Bedingungen gar nicht annehmen will, kann laut denselben AGB trotzdem noch „eine Auszahlung vornehmen“. Und wenn eine Geschäftsbeziehung endet, gelten die Bedingungen dort weiter, bis alle anstehenden Transaktionen und Auszahlungen abgeschlossen sind.
Für dich heißt das nach den geprüften Seiten zunächst: Ein Wechsel kommt nicht unangekündigt, und wer den neuen Bedingungen nicht zustimmen will, kann laut AGB weiterhin eine Auszahlung vornehmen. Eine Aufforderung an Verkäufer, vor einem Stichtag etwas zu tun oder zu lassen, steht auf keiner der durchgesehenen Seiten.
Zum Umzug selbst sagt keine der durchgesehenen Hilfeseiten von vinted.de etwas. Eine andere Quelle tut es, sie steht nur nicht im Hilfe-Center. Vinted Pay veröffentlicht eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen als PDF, auch in einer deutschen Fassung. Dort heißt es unter der Überschrift zur Eröffnung eines Geldbeutels bei einem bisher anderen Zahlungsdienstleister: „müssen wir einige deiner personenbezogenen Daten und Guthaben von deinem bisherigen Zahlungsdienstleister an Vinted Pay übertragen.“ Einen Namen für diesen bisherigen Anbieter nennt der Satz nicht. Zwei Einordnungen gehören zu diesem Zitat. Die deutsche Fassung ist eine Übersetzung, und die Bedingungen selbst bestimmen: „bei Unstimmigkeiten mit einer übersetzten Version ist stets die englische Version maßgebend“. Und das Dokument trägt kein Gültigkeitsdatum und keine Versionsnummer, deshalb steht hier nur, dass es am 04.09.2026 abgerufen wurde. Es ist ausdrücklich nicht die AGB-Fassung von vinted.de, über der das Datum 05.10.2026 steht.
Was in der abgerufenen Fassung ebenfalls nicht steht, ist genau das, was der betroffene Verkäufer wissen will: wann übertragen wird, was aus einem Vinted-Geldbeutel beim bisherigen Anbieter wird und wie eine bereits gestartete Auszahlung dabei behandelt wird. Auch ob die Klausel von Mangopay zu lange ungenutzten Konten nach einem Wechsel überhaupt noch anwendbar wäre, sagt keine der geprüften Quellen. Der datierte Vorbehalt dazu steht auf Vinted Gebühren für Verkäufer, wo die Klausel beschrieben ist. Über den Zeitpunkt eines Wechsels und über den Umgang mit einer laufenden Auszahlung sagt also keine der geprüften Quellen etwas. Was darüber hinaus kursiert, lässt sich an ihnen nicht überprüfen.
Zwei weitere Punkte derselben Fassung betreffen Auszahlungen unmittelbar. Erstens nennt sie für die Überweisung auf ein Konto außerhalb der Plattform gestaffelte Bearbeitungsfristen: bei einem Konto in Litauen noch am selben oder am nächsten Werktag, bei einem Euro-Konto in einem anderen Land bis zum Ende des nächsten Werktags, bei einer anderen Währung als Euro innerhalb von vier Werktagen. Eine Definition von Werktag steht in denselben Bedingungen nur im Abschnitt über Mitteilungen, dort als Montag bis Freitag nach Vilnius-Zeit ohne Feiertage und offizielle arbeitsfreie Tage in Litauen. Ob sie auch für diese Tabelle gilt, sagt das Dokument nicht ausdrücklich. Diese Frist beschreibt außerdem, wann Vinted Pay den Auftrag bearbeitet. Abgeschlossen ist er nach derselben Tabelle erst, wenn der Zahlungsdienstleister des Zielkontos den Betrag vollständig erhalten hat. Zweitens steht dort zu einem Geldbeutel, der eine Zeit lang ungenutzt bleibt und noch Guthaben enthält: „können wir damit beginnen, eine monatliche Verwaltungsgebühr abzuziehen (sofern eine solche Gebühr in der Gebührenübersicht festgelegt ist)“. Das ist ein Vorbehalt mit zwei Voraussetzungen und keine erhobene Gebühr. Einen Betrag und eine Frist nennt die abgerufene Fassung nicht, und die Gebührenübersicht selbst, auf die sie alle Beträge auslagert, wurde für diesen Text nicht abgerufen.
Eine praktische Kleinigkeit zum Schluss, die zu diesem Thema gehört. Im Verwendungszweck deiner Gutschrift kann ein anderer Name stehen als Vinted. Die Hilfeseite zu Auszahlungen nennt als Beispiele Vinted, Vinted Pay, Adyen, Mangopay und weitere. Eine Gutschrift von einem unbekannt wirkenden Absender ist auf dem Kontoauszug also nicht automatisch ein Fehler.
Gewinn ist nicht dasselbe wie eine Auszahlung
Die Auszahlung beantwortet die Frage, wie viel Geld von Vinted gekommen ist. Der Gewinn beantwortet die Frage, ob dieser Verkauf etwas gebracht hat. Das sind zwei verschiedene Zahlen, und nur die zweite sagt etwas über deinen Kleiderschrank aus.
In den Geldbeutel geht dein Angebotspreis. Drei Kosten hängen direkt am Artikel: was du dafür bezahlt hast, die Verpackung und der Versand, wenn du ihn selbst trägst. Daneben stehen die Ausgaben für Pushen und Vitrine. Sie werden getrennt vom Verkauf abgerechnet und tauchen beim verkauften Artikel nirgends auf, deshalb sieht eine Rechnung für einen einzelnen Artikel sie nicht und du notierst sie besser gesondert. Sieh dir das Ergebnis außerdem als Anteil am Preis an und nicht nur als Betrag. Derselbe Verdienst bedeutet bei einem billigen Kleid etwas anderes als bei einem teuren Mantel, weil bei dem Kleid dein Geld schneller wieder frei ist.
Wenn du das einmal von Hand nachrechnen willst, steht auf dieser Website der Vinted-Gebührenrechner. Er zieht von deinem Preis dieselben drei Posten ab, Einkaufspreis, Verpackung und selbst getragenen Versand, und er liest seine Gebührentabelle aus derselben Konfigurationsdatei wie die Erweiterung. Website und Erweiterung können dir also nie zwei verschiedene Stände nennen.